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Tips aus der Rubrik: Rehabilitation - Atemreha

ambulante teilstationäre Reha für Atemwegs-und Lungenkranke

Nach der aktuellen Definition der European Respiratory Society vom März 2000 ist die pneumologische Rehabilitation ein Prozeß, der systematisch wissenschaftlich
untermauerte diagnostische und therapeutische Verfahren nutzt, um die optimale
tägliche Funktion und krankheitsbezogene Lebensqualität für den individuellen
Patienten zu erreichen, der an einer Schädigung und Fähigkeitsstörung aufgrund
einer chronischen Lungen-und Atemwegserkrankung leidet, überprüft mit klinisch
und/oder physiologisch relevanten Meßparametern.

Eine Umsetzung in den ambulanten/teilstationären Bereich wird in Hamburg durch
die Atem-Reha GmbH, Gesellschaft für Erforschung und Durchführung ambulanter
rehabilitativer Behandlungskonzepte , realisiert.

Von Anfang an erfolgt die wissenschaftliche Begleitung und Überwachung durch Herrn Professor H. Magnussen aus Großhansdorf.
Die wichtigsten chronischen Lungen- und Atemwegserkrankungen die einer
Rehabilitation bedürfen sind das Asthma bronchiale, die chronische Bronchitis und
das Lungenemphysem. Letztere werden auch unter dem Begriff COPD (chronic
obstructive pulmonary disease) zusammengefasst.

An Asthma bronchiale Ieiden 10% der Kinder und 5% der Erwachsenen.
Bei der COPD schwanken die Häufigkeitsangaben zwischen 10 und 15 %.
Bei allen Erkrankungen besteht die deutliche Tendenz zur Zunahme.

1997 betrugen die Gesamtkosten, die durch Asthma bronchiale verursacht wurden,
4,2 Mrd. DM. Im gleichen Jahr beliefen sich die Gesamtkosten der chronischen
Bronchitis auf 12,3 Mrd. DM.

Bei allen Erkrankungen bestehen erhebliche Defizite in der therapeutischen Betreuung.
Eine Befragung von Asthmatikern ergab, dass 85 % der Asthmatiker in Deutschland eine bessere Aufklärung mittels Schulung für dringend erforderlich hielten. Fast alle klagten über eine krankheitsbedingte Einschränkung ihrer Leistungsfähigkeit. Bei Patienten, die an einer
COPD erkrankt sind, gestaltet sich die medikamentöse Therapie schwierig. Nur wenige Patienten werden einem medizinische überwachtem körperlichen Training zugeführt, das erwiesenermassen das Hauptsymptom “Atemnot” am effektivsten vermindert.

Eine Besserung dieser Situation kann nur unter Einbeziehung rehabilitativer
Massnahmen in die Therapie erreicht werden. Überprüft mit den Kriterien der
evidence based medicine bewirkt die pneumologische Rehabilitation eine Zunahme der körperlichen Leistungsfähigkeit, eine Abnahme der Atemnot und eine Verbesserung der krankheitsbezogenen Lebensqualität.
Durch eine randomisierte, kontrollierte Untersuchung wurde kürzlich bewiesen, dass stationäre Behandlungszeiten signifikant verkürzt werden können, was eine erhebliche Kostensenkung durch solche ambulanten Therapien zur Folge hat (Griffiths et. al. 2000).

Die Inhalte einer ambulant /teilstationären Rehabilitation weisen deutliche Ähnlichkeiten zu denen einer stationären Rehabilitation auf. Unter Anwendung rehabilitationsspezifischer Beurteilungs- und Messmethoden werden Eingangs-, Verlaufs- und Abschlußuntersuchung durchgeführt und die relevanten Parameter in den Abschlussbericht aufgenommen. Ein besseres Krankheitsmanagement soll mittels Schulung, Verhaltenstherapie und Ernährungs-beratung erreicht werden. Physiotherapie und körperliches Training sind weitere wesentliche Elemente einschließlich der Motivation, dieses auch nach Beendigung der Maßnahme fortzusetzen. Sozialmedizinische Fragen werden durch Fachreferenten geklärt.

In der ambulant teilstationären Rehabilitation in der Atem-Reha werden durch Anwendung evaluierter Methoden für definierte Krankheitsbilder individualisierte, auf den Rehabilitanden zugeschnittene Programme unter wissenschaftlicher Begleitung durchgeführt. Ein großer Standortvorteil der Atem-Reha ist es, dass sich im Hause drei weitere Reha-bilitationseinrichtungen befinden (Kardiologie, Orthopädie, Neurologie) und somit eine interdisziplinäre Betreuung und Versorgung der Patienten fächerübergreifend sichergestellt werden kann. Eine psychosomatische Rehabilitation wird in Kürze die Arbeit aufnehmen.

Zur Umsetzung des strukturierten Programmes stehen Ärzte, Psychologen, Physiothera-peuten, Sportwissenschaftler, Ergotherapeuten und Ökotrophologen zur Verfügung. Die ärztliche Leitung erfolgt durch eine Fachärztin für Pneumologie, die sich seit Jahren intensiv mit ambulanten Rehabilitationsformen befasst.

Eine Rehabilitationsmassnahme umfasst 15 Tage mit je 8 x 45 Minuteneinheiten und entsprechenden Erholungsphasen. Eine Übernahme der Kosten dieser Maßnahme durch Krankenkassen, Rentenversicherungsträger und/oder die Berufsgenossenschaften ist möglich.
Die Vorteile einer wohnortnahen Rehabilitation liegen in der Möglichkeit einer engeren Zusammenarbeit mit den weiterbehandelnden Ärzten und Betriebsmedizinern, der Einbindung Angehöriger und der Optimierung einer Rehabilitationsnachsorge. Insbesondere durch diese Nachsorge, die auch in den Räumen der Atem-Reha durchgeführt wird, erreichen wir bei den Patienten eine dauerhafte Verbesserung des Erkrankungsbildes. Insofern ist in der wohnortnahen Atem-Reha modellhaft der moderne Leitsatz umgesetzt:

Die Reha kommt zum Patienten und nicht der Patient zur Reha.