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Tips aus der Rubrik: COPD - Rehabilitation

COPD - Rehabilitation



Teilstationäre oder stationäre Reha Behandlung bei chronischen Erkrankungen der Atemwege und der Lungen.


Atemnot ?
weil Luftnot das gewohnte Tempo nicht zulässt werden Alltagssituationen zunehemd zur Qual : Nicht selten dauern Körperpflege und Verrichtungen im Haushalt immer länger, kann der Bus nicht mehr mit schnellem Schritt erreicht werden .
Beim Treppensteigen müssen immer wieder Verschnaufpausen eingelegt werden. Die Einkauftüte vom Supermarkt kann kaum in die Wohnung gebracht werden. Bergangehen verursacht Panik ?
Im Beruf lässt die körperliche Leistungsfähigkeit immer mehr nach ?


Diese Erfahrungen machen Menschen mit Asthma bronchiale oder chronisch obstruktiver Bronchitis und Lungenemphysem (COPD ) nur zu oft.
Die Ursachen für diese Krankheiten sind vielfältig : Zigarettenrauchen, Schadstoffbelastungen, Allergien, Infektionserkrankungen, Veranlagung usw..

Aus Angst vor Atemnot vermeiden Betroffene körperliche Anstrengungen. Durch diese Inaktivität wächst die Luftnot; die Leistungsfähigkeit
und Lebensqualität sinken immer weiter ab...

Diesen Teufelskreis gilt es zu durchbrechen.

Seit längerem weiß man, dass die Behandlung mit Medikamenten für die Betroffenen hilfreich ist. Damit allein ist das erwünschte Ziel, nämlich die Verbesserung der Lebensqualität, nur selten zu erreichen .

In den letzten Jahren nun wurde der Effekt rehabilitativer Behandlungskonzepte (Reha) systematisch untersucht und es wurde nachgewiesen, dass hierdurch eine wesentliche Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen zu erreichen ist.
In den medizinischen Leitlinien der wissenschaftlichen Gesellschaften zur Behandlung chronischer Lungen- und Atemwegskrankheiten wird für die COPD bereits im Stadium II die Rehabilitation gefordert.




Was ist Atem Reha ?


Bei fortgeschrittener COPD bewirkt die Rehabilitationsmaßnahme häufig sogar mehr, als es die Medikamente allein können.
Einigen Patienten ist eine Atemtherapeutin bekannt, andere haben bereits eine Asthmaschulung erhalten. Hierbei handelt es sich um Einzelelemente, die u.U. der teilstationären oder stationären Reha vorgeschaltet werden können, sofern es die Budgetierung bzw. die Kostenübernahme durch die Krankenkassen zulassen.
Die Intensivbehandlung in einem Reha Institut kann dadurch jedoch nicht ersetzt werden.
Diese Reha besteht aus unterschiedlichen Behandlungselementen.
Dazu gehören z.B. :
eine sorgfältige Schulung über das Krankheitsbild und die medikamentöse Therapie, Atemtherapie zum Erlernen geeigneter Atemtechniken,
körperliches Training zur Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit und Verringerung der Atemnot,
ggf. Raucherentwöhnung und Ernährungsberatung.

Eine derartige Therapie wurde bisher als Kompaktrehabilitation, meistens über 3 Wochen, in Rehabilitationsklinken durchgeführt.
Bei vielen Patienten bestand und besteht der Wunsch, nicht aus ihrer gewohnten Umgebung herausgerissen zu werden, sondern im häuslichen Umfeld zu bleiben. Da es für den Behandlungserfolg nicht auf die schöne Umgebung oder ein bestimmtes Klima ankommt, sondern auf die Umsetzung der medizinischen Inhalte, lag es nahe, ein Angebot am Wohnort des Kranken zu schaffen ( teilstationäre Reha).
In Hamburg gründete eine Gruppe von Pneumologen
erstmalig in Deutschland ein Institut, die „Atem Reha“, welches dieses Konzept einer teilstationären Rehabilitation wohnortnah umsetzt:
Die Behandlung findet tagsüber statt, der Patient übernachtet zu Hause, an Wochenenden kann er sich der Familie widmen.
Als besonders erfolgreich erwies sich ein Nachsorgekonzept, welches ihm ebenfalls in der Atem Reha zu Verfügung steht. Dadurch lässt sich der Behandlungseffekt auch nach der Reha erhalten und die so häufige Enttäuschung über die rasche Verschlimmerung der Krankheit nach der „Kur“ vermeiden.






Wie komme ich zu einer Atem Reha:

Die Wege zur Atem Reha sind einfach:

Für Berufstätige wird der Anspruch auf eine Reha Behandlung im Sozialgesetzbuch (SGB) geregelt.
Hier heißt es u.a. : „ die Rentenversicherung erbringt Leistungen zur medizinischen Rehabilitation ... um den Auswirkungen einer Krankheit ....entgegenzuwirken oder sie zu überwinden....“ ..Reha vor Rentenleistungen ..!! Der Kostenträger ist also die Rentenversicherung.

Leistungen der medizinischen Rehabilitation sind nach den Bestimmungen des neunten Sozialgesetzgesetzbuches zu erbringen .
Hier wird es für die Patienten interessant: bei Auswahl und Durchführung der Leistungen sind persönliche und familiäre Bedürfnisse zu berücksichtigen ! Der Kostenträger ist verpflichtet, dem Patienten zu begründen, warum seinen Wünschen beim Reha-Antrag nicht entsprochen wurde. Außerdem verpflichtet das Gesetz den Kostenträger den Reha-Antrag in nur 14 Tagen bearbeitet zu haben.

Leider geht aber nichts ohne schriftlichen Antrag.....
Berufstätige erhalten diesen bei ihrer Rentenversicherung und müssen , ebenso wie ihr Arzt, einige Fragen beantworten.

Nicht beruflich tätige Patienten haben ebenfalls Anspruch auf
medizinische Leistungen zur Rehabilitation . Kostenträger ist hier nicht die Rentenversicherung, sondern die Krankenkasse.
Reicht die ambulante Krankenbehandlung nicht aus, kann die Reha in wohnortnahen Einrichtungen ( teilstationär) oder mit „ Unterkunft und Verpflegung“ stationär durchgeführt werden. Der Antrag wird zusammen mit dem Arzt gestellt.

Die Atem Reha bietet das geeignete Behandlungsangebot für
Hamburger Patienten, soweit die Anfahrtszeiten 30 bis 45 Minuten nicht überschritten wird. Ansonsten müssen stationäre Reha Institute gewählt werden
Der Behandlungseffekt ist ohne entsprechende Nachbehandlung rasch verflogen. Daher sollten die Patienten im Anschluss an die Reha eine regelmäßige wöchentliche Nachbehandlung durchführen lassen. Dieses kann in einer Lungensportgruppe absolviert werden, die ebenfalls der Atem Reha angeschlossen ist. Weitere Anbieter sind unter www.lungensport.de zu finden. Die Kosten werden von den Krankenkassen mit einer ärztlichen Verordnung übernommen.